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Post2 Morgenfrust

Früh morgens im Bett geht es ja schon los mit der Moral.

Egal wie müde man ist, es ist doch jedes Mal dasselbe Theater. Man diskutiert mit sich, ob es heute denn wirklich sein muss, spielt im Kopf jegliche Szenarien durch, um sich nicht doch irgendwie herauszuwinden, leistet Motivationsarbeit bei welcher ein entsprechender Trainer – oder lieber Coach?- vor Neid erblassen würde. Wobei der Grad der Müdigkeit natürlich maßgebend ist für die Brillanz unseres kleinen inneren Politikers. Gegen ein gewisses Maß an Schläfrigkeit kommt dann auch kein Gerhard Schröder mehr an. Aber gehen wir einmal vom besten Fall aus: Sie sind aufgestanden. Hier hört der Spaß ja noch längst nicht auf. Als nächstes müssen Sie sich nämlich einer Reihe außergewöhnlich hinterlistiger und vor allem demoralisierender Hürden stellen. Da wäre beispielsweise das Kaffeekochen. Hierbei lassen sich die spannendsten Phänomene beobachten! Ich habe beispielsweise festgestellt, dass der Grad der Häufigkeit eines vollen Bohnenschalenfachs in Kaffeevollautomaten tatsächlich in Relation zum Ausmaß der Verspätung des jeweiligen Eigentümers steht. Das Gleiche gilt für die Aufforderung des „Entkalkens“ und die Bitte, Wasser nachzufüllen. Der darauf folgenden logischen Auswirkung hat unsere immer noch verschlafene Selbstbeherrschung nichts entgegenzusetzen- wir sind frustriert.

Für alle, die keinen Kaffeevollautomaten besitzen: Keine Sorge. Dann fällt eben stattdessen der letzte Bissen Nutellabrot auf die frische weiße Bluse, die Krawatte badet im Brotaufstrich und die elektrische Zahnbürste entscheidet  sich dafür, ihnen den Trend Punktmuster näher zu bringen. An solchen Tagen ist von allem etwas dabei. Verlässt man nun das Haus- natürlich nicht ohne mit dem obligatorischen kleinen Zeh am Türrahmen hängen gebliebene zu sein- dann lernt man auch die deutsche Straßenverkehrsordnung von ihrer besten Seite kennen. Da man es aus guten Gründen mittlerweile ziemlich eilig hat und im allmorgentlichem Stau jede Spur von Geduld (oder guter Laune) verflogen ist, sieht man dann und wann auch mal über die ein oder andere kirschgrüne Ampel großzügig hinweg.

Nachdem das Auto schließlich irgendwo im Nirgendwo geparkt ist und man natürlich keinen Parkschein gezogen hat, stürzt man sich mit einem Hechtsprung in letzter Minute auf den Bürostuhl, wo man dann- pumpend wie ein Maikäfer und völlig durch den Wind- von den Kollegen mit einem freundlichen „Haste schon gehört, Cheffe is heut net da“ begrüßt wird.

11.11.13 15:51
 


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